Nach der Arbeit kommt die Arbeit

Nun fängt ein neuer Lebensabschnitt an, bzw. nachdem ich das erreicht habe, was derzeit auf dem Aufgabenplan steht, fängt der neue Lebensabschnitt an. Also quasi von alles auf Anfang. Nun fallen also wieder neue Aufgaben an. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich besonders freue. Ich kann aber auch nicht sagen, dass ich traurig bin. Eher schwebe ich derzeit irgendwo dazwischen. Ich bin seit April fertig mit dem Studium und während ich versuche alles zu realisieren, was mir in den letzten paar Wochen, nein Monaten, alles so passiert ist, laufen andere Frauen in meiner Position zu Hochtouren auf. Während ich mich noch frage wo ich hin will, sind andere auf der Überholspur dahin. So siehts aus! Und bevor ich das Gefühl bekomme nichts zu tun, werde ich wohl oder übel in Bewerbungsportalen wühlen und ein paar Bücher wälzen müssen.

Auch wenn es bei mir noch lange nicht so weit ist, hier etwas nicht ganz unwichtiges für alle, denen noch ein Bewerbungsgespräch bevorsteht:

34 Crucial Tips For Your Next Job Interview

Eure
Amitaf

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Dem Alltagsrassismus Gehör verschaffen – #SchauHin

Seit Freitag 15.55 Uhr steht er fest, der, von der Journalistin und Bloggerin Kübra Gümüşay ins Leben gerufene, Hashtag #SchauHin. Die Idee zum Hashtag #SchauHin entstand letzte Woche bei der Konferenz: “Rassismus und Sexismus ab-bloggen”, organisiert von der Friedrich Ebert Stiftung in Berlin. Am Freitag wurde mit vielen anderen online diskutiert, wie ein Hashtag über Alltagsrassismus in Deutschland aussehen könnte, jeder konnte mit diskutieren und seine Ideen einbringen. Sieger wurde #SchauHin.

Die Twitter-Gemeinde scheint diesen Hashtag dringend gebraucht zu haben. Denn wo sonst sollten sie den Menschen mitteilen, womit sie im alltäglichen Leben konfrontiert werden? Die Twitter-Nutzer zeigen wie das Leben eines Migranten, eines Menschen mit einer anderen Hautfarbe und/oder einfach nur eines Menschen, der anders ist, in Deutschland aussieht. Sie möchten die Vielfalt der Menschen widerspiegeln und sichtbar machen. Mit wie vielen Vorurteilen wir in Deutschland zu kämpfen haben und was wir uns alles anhören müssen. Die Nutzer teilen ihre Erfahrungen und Erlebnisse allen mit und zeigen auf: Ja, es muss endlich darüber gesprochen werden! Die Rassismus Debatte muss endlich in der Gesellschaft ankommen und bewusst werden.
Das dieses Projekt erfolgreich sein kann zeigt uns die, Anfang des Jahres in den Medien heiß diskutierte, Sexismus-Debatte, an welcher sich die Idee zu #SchauHin orientiert(e).

Dieses Interview der taz mit Philipp Rösler zeigt, das Thema wird totgeschwiegen. Zweiundzwanzig Fragen und keine Antworten. Rassismus erhält keinen Einzug auf die mediale Bühne.

#SchauHin soll die Menschen dazu bewegen sich Fragen zu stellen: Wie rassistisch ist unsere Gesellschaft eigentlich? Wie rassistisch bin ich?

Es geht nicht darum zu zeigen dass Deutschland rassistisch ist, es geht auch nicht darum jemanden Vorwürfe zu machen. Es geht darum in der Gesellschaft ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen und zu schärfen.

Heute Abend um 20:15 Uhr spricht Kübra Gümüşay live mit Tilo Jung und Emran Feroz bei Jung+Naiv-Hangout über #SchauHin.

Hier einige Erzählungen und Erfahrungen zitiert:

 

 

Eure
Amitaf

In der Bank

Vor ein paar Wochen verschluckte der Bankautomat meine Bankkarte. Natürlich hatte die Bank gerade Mittagspause und öffnete erst in einer Stunde. Ich also später wieder zur Bank um nachzufragen was da schief gelaufen ist. Die nette Empfangsdame erklärte mir, dass so etwas in letzter Zeit öfter vorkam und wahrscheinlich ein Staubkorn Schuld daran sei. Aha, ok. Leuchtet mir nicht ein, aber gut. Wenn man die Ursache eines Fehlers kennt, dann sollte man diese auch bereinigen, vor allem in einer Bank.

Ich wurde um meinen Personalausweis gebeten, damit die Dame (ungefähr mein Alter) nachsehen könne, ob Geld von der Karte abgebucht wurde. Als sie meinen Namen sah guckte sie ganz verwundert und meinte, ich solle meine Daten nennen, wann geboren, wo und meine Wohnanschrift. (Auch nicht einleuchtend, ich hatte ihr den Perso doch eben in die Hand gedrückt. Aber gut.) Ich also alles aufgezählt. Ganz erstaunt meinte sie, ich sehe ja gar nicht aus wie eine Amitaf und wie toll es ist, dass ich doch Deutsch spreche. Im ersten Moment sah ich sie entgeistert an Mehr von diesem Beitrag lesen

Wenn man in der Oberstufe über den Islam diskutiert.

Zu meiner Oberstufenzeit waren die Themen „Islamismus“ und „Islamisten“ ein ganz großes. Natürlich wurde auch in der Schule darüber diskutiert. Irgendwann kam das Thema im Geschichtsunterricht auf. Meine schon Grundschulfreundin, türkischer Abstammung und Kopftuchträgerin, versuchte vergebens zu erklären, dass nicht alle Muslime Islamisten seien oder gar gleich. Ich hoffte das Thema würde nach ein paar Minuten abgehackt sein und wir könnten zur Tagesordnung übergehen, da ich in dieser Diskussion keinen Sinn mehr sah. Als wenn „die anderen“ je verstehen würden, was sie meinte. Da es in unserer Oberstufe ganze 3 Ausländer gab, mich eingeschlossen, kann man sich vorstellen wie die Lehrer und Schüler tickten (Ausnahmen bestätigen die Regel, diese konnte man allerdings an einer Hand abzählen). Als die Diskussion immer weiter aufgehetzt wurde und sowohl seitens meiner Freundin als auch seitens der anderen Schüler und der Lehrperson kaum noch zugehört wurde, weil jeder auf seiner Meinung bestand und eifrig die Medien nachplapperte, mischte ich mich ein. Da ich ein sehr rationaler Mensch bin versuchte ich beide Sichtweisen zu erläutern und zu erklären, warum die Lehrperson in ihrer Meinung nicht recht hatte. Irgendwann brach ein Streit aus. Ich war wütend auf den Lehrer, dass er seine Meinung so vehement und engstirnig vertrat, wie ein Pferd mit Scheuklappen, das nur geradeaus gucken kann. Das schlimmste, die Schüler nahmen sein Wort als bare Münze.

Meine Konsequenz aus diesem Unterricht, es bringt absolut nichts sich gegen Lehrer zu erheben, sie rächen sich. Von diesem Tage an hatte ich nie wieder mehr als 7 Punkte in Geschichte, vor allem nicht mündlich, während ich vorher immer meine 13 Punkte hatte. So schnell können Lehrer einem das Leben schwer machen. Toleranz und Akzeptanz? Fehlanzeige.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man über Religion NIEMALS diskutieren sollte, vor allem nicht in der Schule. Es bringt nur Nachteile.

Eure
Amitaf

Getrennter Sportunterricht

Ich habe gestern etwas die Nachrichten im TV verfolgt und ich finde es unglaublich, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Da die Medien anscheinend nichts anderes zu tun haben muss jetzt der Sportunterricht an Schulen herhalten. Allerdings würde das ganze ohne eine ordentliche Portion Islam keiner beachten.

Ich bin es langsam wirklich leid. Ständig ist das fremde gleich das schlechte und steht irgendwem und irgendwas im Wege. Die Integrationspolitik sei durch getrennten Sportunterricht gefährdet, die Schüler voneinander getrennt und das würde die Männer- und Frauenwürde verletzen. Sicher. Da haben die Medien und Politiker definitiv NICHT ins Schwarze getroffen. In Rheinland-Pfalz und in Bayern ist getrennter Sportunterricht seit Jahren gang und gebe. Ich selbst habe einen Lehrer in der Familie, er unterrichtet Sport in Bayern und findet es super, dass er sich nicht mit Mädchenproblemen beschäftigen muss und Mädchen immer eine Ansprechpartnerin in der weiblichen Lehrperson haben und sich da auch öffnen können. Und die Mädchen finden das auch super.

Schauen wir uns mal diese Bundesländer an und pauschalisieren auch etwas. Die Integration in diesen Ländern muss ja grauenvoll sein, von der Verletzung der Frauen- und Männerwürde ganz zu schweigen. Müsste man eigentlich gleich alle anklagen. Das es so etwas in Deutschland überhaupt gibt, ungeheuerlich.

Eure
Amitaf

Günther Jauch Talkshow zum Thema Salafismus

Ich weiß nicht ob ihr am 17. März die Jauch Talkshow gesehen habt. Fakt ist, Jauch enttäuscht. Gerade von ihm hätte man sich mehr erhofft. Ich finde es schade, dass selbst ein Moderator wie Günther Jauch seine Gäste nicht in den Griff bekommt und seine Show so entgleisen lässt. Am Ende wurde viel über den Islam diskutiert, wie schlecht er sei und der Imam der Show wurde prompt zum Sündenbock erklärt. Natürlich gab es auch einen Gast, der versuchte einzulenken, leider erfolglos. In der Sendung ging es nämlich um den Salafismus und nicht um persönliche Schuldzuweisungen oder um den Islam an sich.

Der folgende TAZ-Artikel zu dieser Talkshow ist SEHR LESENSWERT: Jauch-Talkshow zum Thema Salafismus. Gefährliche Ahnungslosigkeit.

Und hier die Talkshow in der Mediathek des NDR.

Eure
Amitaf

Einfach mehr Zeit haben – Marc Laban

???????????????????????????????Den Alltag besser organisieren – Zeitfresser und Nervensägen ausbremsen. Als ich das Buch sah, dachte ich, klingt spannend, nehm‘ ich mit. Da es 50% Rabatt auf das Buch gab, war der Preis völlig in Ordnung.

Das Buch hat sich für mich allerdings eher als Enttäuschung herausgestellt. Es ist eher auf Frauen/Väter mit Kind im Arbeitsleben oder Hausfrauen/Hausmänner ausgerichtet. Ich als Studentin kann mich einfach in viele der Situationen nicht hineinversetzen. Da ich Familie, Kinder und Beruf nicht unter einen Hut bringen muss.

Es greift die Themen „menschliche Veranlagungen“, „strukturelle Zeitfresser“ und „soziale Zeitfresser“ auf. Vor allem das letzte habe ich hauptsächlich überflogen, da es uninteressant für mich war. Ich habe diese Probleme nicht, bzw. bin in der Lage sie zu eliminieren, wenn sie mich stören.

Was ich allerdings nun schwarz auf weiß habe, ich bin eine Eule! Ich wusste es schon immer, nun kann ich mich auf eine Lektüre beziehen. In dem Kapitel „Strukturelle Zeitfresser“ fand ich die „tendenziellen Eulen“, „tendenziellen Lerchen“ und die „Normalos“ ganz interessant. Mehr von diesem Beitrag lesen