Zu Ramadan im Urfa Sofrasi – Hannover

Es gibt in Hannover ein Restaurant „Urfa Sofrasi“, in das ich eigentlich recht gerne ging. Das Essen war recht gut. Ich war schon seit sehr sehr langer Zeit nicht mehr dort. Meine Abneigung gegen den Laden entwickelte ich im letzten Ramadan.

So verabredete ich mich also letztes Jahr im Ramadan mit einer Freundin zum Abendessen. Sie war vorher noch nie Türkisch essen. Das musste sofort geändert werden. Ich reservierte den Tisch eine halbe Stunde bevor man essen konnte. Ich wollte mein Iftar schließlich pünktlich einnehmen. Wir waren pünktlich da, ich nannte den Namen, auf welchen reserviert war und der nette Kellner führte uns zu unserem Tisch. Und da gings schon los. Er fragte, wer Amitaf sei und ob sie noch kommen würde. Ähm, ja, die Amitaf das bin ich. Er sah überrascht aus, sagte aber nichts. Wir saßen gefühlt gerade mal ein paar Sekunden, da kam schon der nächste Kellner und meinte, der Tisch sei reserviert. Ja, das wissen wir, wir haben den Tisch reserviert. Irritiert sah er den Namen auf dem Zettel an, sah uns an und fragte ob noch jemand komme. Nein, da waren nur wir zwei. Er rauschte mit verwirrtem Gesicht davon. Kurz danach kam ein zweiter Kellner, der uns darauf hinwies, dass der Tisch reserviert sei. Ich erklärte, dass ich Amitaf bin und dass das schon richtig so ist. Ungläubig sah er mich an. Nachdem jeder Kellner des Ladens uns darauf hinwies, dass der Tisch reserviert sei, einige wiesen daraufhin das es Fastenzeit war und deswegen alle Tische besetzt sind (frei nach dem Motto „gehen Sie doch bitte und machen Platz für unsere Muslims, damit diese pünktlich und in Ruhe ihr Iftar Essen zu sich nehmen können“), dachte ich das Erklärungsprozedere hätten wir hinter uns könnten jetzt zur Bestellung übergehen. Pustekuchen. Mehr von diesem Beitrag lesen

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„Wie ein starker Espresso“ – 10 Kickstarter für Job-Suchende

Chancenmacher nennt hier 10 Webseiten, die neue Ideen und Sichtweisen in Punkto Bewerbung liefern. Ich denke für alle, die sich in der Bewerbungsphase befinden dürfte die ein oder andere Homepage interessant sein.

Auf der Suche

Ich traf sie zufällig am Hauptbahnhof, eine alte Freundin aus der Schule. Wobei Freundin auch schon ein zu starkes Wort war. Man kannte sich schon ein paar Jahre und unterhielt sich nett, wenn man sich traf. So auch an diesem Tag. Ich kam gerade von der CeBit, auf der ich als Dolmetscherin arbeitete. Sie erzählte mir, dass sie gleich verabredet sei, aber schnell noch einen Happen essen wolle und ob ich nicht Lust hätte ihr Gesellschaft zu leisten, dann könnten wir uns noch ein bisschen unterhalten. Da ich müde und auch erschöpft vom langen Tag war fragte ich wie lange sie denn noch Zeit hatte. Ca. 30 Minuten. Das war gut, diese Zeit konnte ich noch für sie aufopfern.

Also gingen wir in einen kleinen Imbiss in der Niki de Saint Phalle Promenade. Sie bestellte sich etwas zu essen, ich bekam nicht mit was es war, da ich sofort auf einen Platz zusteuerte und mich nur hinsetzen wollte. Ihre Bestellung sei gleich fertig, sie musste noch ein bisschen warten. Da ich nicht mehr in der Lage war zu reden, mein Wort-Repertoire war schon fast völlig verbraucht, stellte ich ein zwei Fragen und sie verfiel in einen Monolog. Sie erzählte ein bisschen von Schulkameraden mit denen sie noch Kontakt hatte und was diese jetzt so taten. Eine ihrer besten Freundinnen, mit der ich auch eine Zeit lang recht gut befreundet war, war in Südafrika gewesen. Das wusste ich. Was ich nicht wusste, sie kam wohl sehr verändert wieder zurück. Sie hatte sich stark dem christlichen Glauben gewidmet und war zu einer sehr religiösen Person geworden. Wow, das überraschte mich. Dann erzählte sie weiter, von ihrem Ex-Freund. Mehr von diesem Beitrag lesen

Tintenherz von Cornelia Funke

Foto (3)… ist ein Kinder- und Jugendbuch und den meisten wohl bekannt. Auch verfilmt wurde das Buch schon. Ich muss allerdings gestehen, dass ich den Film nicht gesehen habe.

In dem Buch geht es um ein kleines Mädchen und ihren Vater, die von einem Ort zum anderen ziehen und sich nie lange irgendwo niederlassen. Das Mädchen hat ihre Mutter mit 3 Jahren verloren und wächst nur bei ihrem Vater auf. Eines Tages steht ein seltsamer Mann vor der Tür und mit seinem Auftauchen erfährt das Mädchen auch zum ersten Mal von dem Buch „Tintenherz“. Sie wundert sich, warum dieser Mann, auch Staubfinger genannt, ihren Vater immer Zauberzunge nennt. In dieser Nacht fliehen sie und ihr Vater wieder, diesmal zu der Tante ihrer Mutter. Hier werden sie von Capricorns Männern aufgespürt und Mo (der Vater) samt Buch entführt. Und obwohl Meggie (die Tochter), die Tante und Staubfinger es schaffen Mo zu befreien geraten sie am Ende doch wieder in die Fänge von Capricorn. Mehr von diesem Beitrag lesen

Kultur bitte an der Rezeption abgeben

… und wenn möglich das Kopftuch gleich mit! Vielen Dank.

Ich dachte ich fall aus allen Wolken, als ich letztens die Berichte über den Benimm-Knigge für Araber las. Und wer hat‘s erfunden? Der Österreicher.

Das Österreichische Fleckchen Erde „Zell am See“ genannt ist der beliebteste Urlaubsort für (reiche) Araber, die den heißesten Monaten in ihrem Heimatland entfliehen wollen. Doch auch im Winter ist der Ort von ihnen gut besucht. Insgesamt sind diese mit 470.000 Übernachtungen die zweitstärkste Besuchergruppe, nach den Deutschen.

Die Österreicher finden das aber mittlerweile anscheinend gar nicht mehr schön. Die Ästhetik ihrer Umwelt scheint unter den vielen Burkas und dunkel angezogenen Frauen zu leiden. Also entwerfen der Tourismusverband, die Polizei und die österreichisch-arabische Handelskammer die aufklärende Broschüre „Where cultures meet“. Die Touristen werden darüber aufgeklärt, dass die Österreichischen Frauen FREI wählen dürften, was sie anziehen wollen Mehr von diesem Beitrag lesen

Purity Ring

…darüber las ich heute zum ersten Mal. In Deutschland wird der Ring auch Reinheitsring genannt. Wenn Teenie ihn anlegt schwört er/sie, dass sie bis zur Ehe enthaltsam leben. Das heißt kein Sex vor der Ehe, kein Petting und selbst sexuelle Gedanken sollen tabu sein. Also alle Gedanken die in irgendeiner Art und Weise mit körperlicher Nähe zu tun haben werden unterdrückt. Das Reinheitsgelübde scheint in Amerika zu einem Trend geworden zu sein, dort bekennen sich immer mehr Stars durch einen Ring zur Enthaltsamkeit.

Was ich heute allerdings las, fand ich schon unnormal. In dem Artikel ging es darum, dass junge Mädchen ihren Vater heiraten und mit dieser Heirat einen Schwur leisten, dass sie bis zu ihrer Ehe unberührt bleiben. Und wo gibt es so was? Amerika! Welch Überraschung. Der schwedische Fotograf Magnusson machte auf diesen Lifestyle aufmerksam, indem er eine Fotostrecke über die „Pärchen“ rausbrachte.

Randy Wilson lud in den 90ger Jahren zum ersten Mal zum Reinheitsball („Purity Ball“) in Colorado ein. Bei diesem Fest tragen die Mädchen weite Kleider, die auch tief ausgeschnitten sein dürfen, tragen ein Riesenkreuz in den Saal und anschließend gibt es auch ein Dinner. Höhepunkt ist die symbolische Hochzeit mit dem eigenen Vater. Mehr von diesem Beitrag lesen

Reise nach Dubai

dubaiAls Geschenk für meinen Uniabschluss bekam ich eine Reise. Ich durfte mir aussuchen wohin ich gern reisen wolle. Also entschied ich mich für Dubai. Und ich kann sagen meine Wahl nicht zu bereuen. Ich bin mittlerweile seit einigen Tagen wieder da und möchte nun mit euch das Erlebte und ein paar grundlegende Infos über Dubai teilen.

Dubai ist eine Welt für sich. Es ist unglaublich, wie sehr es sich von unserer Welt (und damit meine ich Deutschland) unterscheidet. In Dubai ist alles übertrieben. Egal um was es sich handelt in Dubai ist es monströs und pompös. Das fängt schon bei den Malls (Einkaufszentren) an. Ich habe nur eine kleine Mall gesehen, diese war allerdings nicht für Touristen gedacht. Alle anderen waren gigantisch. Wer die Ernst-August-Gallerie in Hannover kennt, dem kann ich sagen, ein Dubaier (diese Bezeichnung ist laut Spiegel Online korrekt!) würde uns auslachen, wenn wir ihm diese als eine Shopping-Mall präsentieren würden.

Was mir an Dubai nicht so gut gefallen hat sind die vielen Baustellen. Ganz gleich wohin das Auge blickt; Baustelle. Es wird gebaut und gebaut und scheint kein Ende zu nehmen. Es gab einige Bewohner Dubais, die behaupteten, dass Dubai, sobald es fertiggestellt würde, nicht mehr zu bezahlen sein wird. Die Baustellen sollen wohl in 5 Jahren verschwunden sein. Dubai strebt an, das meist besuchte Touristenziel der Welt zu werden (hat uns ein waschechter Araber erzählt).

Das mit den Arabern ist auch so eine Sache. In Dubai sind kaum Araber zu treffen und wenn, dann sind sie sehr sehr wohlhabend. Mir hat ein Türke, der in Dubai arbeitet, erzählt, dass nur ca. 100.000 Araber in Dubai wohnen würden. Also nur eine starke Minderheit ausmachen. Die meist gesprochenen Sprachen sind Urdu und Hindi. Kaum ein Mensch dort kann arabisch, was mich sehr verblüfft hat. Ich bin wie eine waschechte Touristin durch die Gegend gelaufen und habe ein paar arabische Wörter fallen lassen um verwunderte Blicke zu ernten. Bis die Leute meinten, sie können gar kein arabisch. Also hab ich es mit dem Arabisch ganz schnell wieder sein lassen. Um euch in Dubai zurechtzufinden braucht ihr nichts weiter als Englisch. Damit kommt ihr überall hin.

Eure
Amitaf