Der 8. März

Heute wird den Frauen auf der ganzen Welt der Weltfrauentag gratuliert. Ich bin mir nicht sicher, ob die meisten überhaupt wissen wofür der heutige Tag steht. Fakt ist, ich wusste es jahrelang nicht. Für mich gratulierte man den Frauen immer nur zum Weltfrauentag und schenkte ihnen etwas, wobei man unter dem Begriff „Frau“ immer nur diejenigen verstand, die „verheiratet“ waren. Diejenigen, die einen Mann an ihrer Seite haben oder gehabt hatten. Wobei es unwichtig ist ob diese nun geschieden oder verwitwet sind. Fakt ist, zur Frau wird man erst nach der Hochzeit. Ich war noch nie ein Mensch, der sich viel gegen die Tradition, Kultur oder einfach schon immer dagewesene Tatsachen auflehnte. Also gratulierte ich jedes Jahr fleißig allen Frauen oder besser gesagt denjenigen, die unter diesen Begriff fielen, kaufte Geschenke und sah zu wie Frauen, welche um Jahre jünger waren als ich, mit Glückwünsche und Geschenken beglückt wurden. Mir zu gratulieren, auf die Idee kam nie eine von ihnen. Wozu auch? Schließlich war ich ja keine vollwertige Frau.

Es ist schon ein paar Jahre her, da wurde ich gefragt, ob ich „der“, „dieser“ und „jener“ den 8. März gratuliert hätte. Ich erinnere mich, dass der Name einer Frau fiel, die weder gebildeter noch älter war als ich, dafür verheiratet. Und da machte es klick. Einfach so. Wieso zum Teufel sollte ich Frauen den Weltfrauentag gratulieren, welche mir diesen aber nicht erwiderten? Nur weil sie offiziell Sex hatten waren sie über mir erhaben? Zum Teil Teenager, die in meinen Augen noch in den Windeln steckten, sollte ich mit der Gratulation Respekt zollen? Ihnen zu verstehen geben, was für wundervolle Frauen sie waren, weil sie verheiratet sind? Das konnte und wollte ich nicht mehr. Mittlerweile nehme ich diesen Tag nicht ernst. Aus einem Feiertag ist für mich ein Tag wie jeder andere geworden. Denn Frauen sollten nicht nur heute, sondern auch an jedem anderen Tag für das, was sie sind, beglückwünscht werden. Deshalb spreche ich heute allen Frauen meine Bewunderung aus, sobald ich dieses Gefühl empfinde, egal welcher Tag oder Monat. Eine jede von uns ist besonders, unabhängig vom Alter, Familienstatus oder sonstigen Begebenheiten.

Eure
Amitaf

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Reise nach Dubai

dubaiAls Geschenk für meinen Uniabschluss bekam ich eine Reise. Ich durfte mir aussuchen wohin ich gern reisen wolle. Also entschied ich mich für Dubai. Und ich kann sagen meine Wahl nicht zu bereuen. Ich bin mittlerweile seit einigen Tagen wieder da und möchte nun mit euch das Erlebte und ein paar grundlegende Infos über Dubai teilen.

Dubai ist eine Welt für sich. Es ist unglaublich, wie sehr es sich von unserer Welt (und damit meine ich Deutschland) unterscheidet. In Dubai ist alles übertrieben. Egal um was es sich handelt in Dubai ist es monströs und pompös. Das fängt schon bei den Malls (Einkaufszentren) an. Ich habe nur eine kleine Mall gesehen, diese war allerdings nicht für Touristen gedacht. Alle anderen waren gigantisch. Wer die Ernst-August-Gallerie in Hannover kennt, dem kann ich sagen, ein Dubaier (diese Bezeichnung ist laut Spiegel Online korrekt!) würde uns auslachen, wenn wir ihm diese als eine Shopping-Mall präsentieren würden.

Was mir an Dubai nicht so gut gefallen hat sind die vielen Baustellen. Ganz gleich wohin das Auge blickt; Baustelle. Es wird gebaut und gebaut und scheint kein Ende zu nehmen. Es gab einige Bewohner Dubais, die behaupteten, dass Dubai, sobald es fertiggestellt würde, nicht mehr zu bezahlen sein wird. Die Baustellen sollen wohl in 5 Jahren verschwunden sein. Dubai strebt an, das meist besuchte Touristenziel der Welt zu werden (hat uns ein waschechter Araber erzählt).

Das mit den Arabern ist auch so eine Sache. In Dubai sind kaum Araber zu treffen und wenn, dann sind sie sehr sehr wohlhabend. Mir hat ein Türke, der in Dubai arbeitet, erzählt, dass nur ca. 100.000 Araber in Dubai wohnen würden. Also nur eine starke Minderheit ausmachen. Die meist gesprochenen Sprachen sind Urdu und Hindi. Kaum ein Mensch dort kann arabisch, was mich sehr verblüfft hat. Ich bin wie eine waschechte Touristin durch die Gegend gelaufen und habe ein paar arabische Wörter fallen lassen um verwunderte Blicke zu ernten. Bis die Leute meinten, sie können gar kein arabisch. Also hab ich es mit dem Arabisch ganz schnell wieder sein lassen. Um euch in Dubai zurechtzufinden braucht ihr nichts weiter als Englisch. Damit kommt ihr überall hin.

Eure
Amitaf

Freude

Ich kann meine Freude nicht mit jedem teilen. Es gibt gibt vielleicht ein halbes Dutzend Menschen, von denen ich weiß, dass sie sich ehrlich und aufrichtig freuen, wenn ich Erfolg habe oder mich über irgendetwas riesig freue. Dann erzähle ich es diesen Menschen, denn ich weiß sie freuen sich mit mir und dadurch wird meine eigene Freude noch ein Mal gesteigert.  Genau diese Menschen sind es, die mir ebenfalls Freude schenken, wenn ihnen etwas schönes widerfährt und sie mir begeistert davon erzählen. Für sie kann ich mich ehrlichen Herzens freuen, als wäre das gleiche Glück mir widerfahren. Ich sage dann zwar oft, dass ich neidisch bin, aber ich wünsche ihnen, dass sie noch mehr erreichen und das wissen sie auch. Und wenn sie mir im Detail von ihren Erlebnissen und Eindrücken berichten, dann ist es so, als wäre ich dabei gewesen, bei diesem besonderen Moment.

Anderen erzähle ich nichts über meine persönlichen Gefühle oder Erlebnisse, ganz gleich ob gut oder schlecht, da es für mich in meinen Privatsphärebereich fällt und Fremde nichts angeht.

Dann gibt es wieder Menschen, die mir von ihrer Freude erzählen und obwohl es mich wirklich für sie freut, ist es mir doch gleich. Ich finde es super, dass sie ihren Weg gehen und Ziele erreichen und glücklich sind. Ich würde sie auch als meine „Freunde“ bezeichnen, aber wenn ich ehrlich bin verbindet mich mit diesen Menschen so gut wie nichts, außer einer gemeinsamen, meist kurzen, Vergangenheit. Als wir noch Freunde waren und unsere Sorgen und Meinungen geteilt haben, bis einer von uns einen anderen Weg eingeschlagen und sich für andere Menschen (in seiner Gesellschaft) entschieden hat. Ich mag diese Menschen immer noch, was nichts an der Tatsache ändert, dass sie mir gleich sind. Wenn sie Kummer haben, dann tut es mir Leid und ich finde es schade, aber ich fühle nicht mit ihnen. Es ist, wie es ist. Daran kann man nichts ändern. Aber wenn meine Freunde Kummer haben, dann tut es mir in der Seele weh und ich würde ihnen gerne helfen.

Manche empfinden mich vielleicht als kalt. Vielleicht haben sie auch Recht. Ich weiß nur, dass ich sorgfältig auswähle, für wen ich meine Gefühle und Nerven hergebe, so einfach ist das.

Eure
Amitaf

Getrennter Sportunterricht

Ich habe gestern etwas die Nachrichten im TV verfolgt und ich finde es unglaublich, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Da die Medien anscheinend nichts anderes zu tun haben muss jetzt der Sportunterricht an Schulen herhalten. Allerdings würde das ganze ohne eine ordentliche Portion Islam keiner beachten.

Ich bin es langsam wirklich leid. Ständig ist das fremde gleich das schlechte und steht irgendwem und irgendwas im Wege. Die Integrationspolitik sei durch getrennten Sportunterricht gefährdet, die Schüler voneinander getrennt und das würde die Männer- und Frauenwürde verletzen. Sicher. Da haben die Medien und Politiker definitiv NICHT ins Schwarze getroffen. In Rheinland-Pfalz und in Bayern ist getrennter Sportunterricht seit Jahren gang und gebe. Ich selbst habe einen Lehrer in der Familie, er unterrichtet Sport in Bayern und findet es super, dass er sich nicht mit Mädchenproblemen beschäftigen muss und Mädchen immer eine Ansprechpartnerin in der weiblichen Lehrperson haben und sich da auch öffnen können. Und die Mädchen finden das auch super.

Schauen wir uns mal diese Bundesländer an und pauschalisieren auch etwas. Die Integration in diesen Ländern muss ja grauenvoll sein, von der Verletzung der Frauen- und Männerwürde ganz zu schweigen. Müsste man eigentlich gleich alle anklagen. Das es so etwas in Deutschland überhaupt gibt, ungeheuerlich.

Eure
Amitaf

Schnee statt Frühling

???????????????????????????????Ich finde das derzeitige Schmuddelwetter ganz schrecklich. Gerade als es so aussah, als würde es schön warm werden fiel wieder Schnee und es wurde wieder kalt. Wenn der Schnee liegenbleiben würde, dann hätte ich nichts gegen die Kälte, aber meist wird der Schnee durch Regen oder Temperaturen knapp über 0°C zu Matsch. Wer kann damit schon etwas anfangen? Heute Morgen wurde ich von Tropfgeräuschen geweckt. An beiden Fenstern fiel der Schnee in riesigen Tropfen auf das äußere Fensterbrett. Gestern Abend war alles wenigstens liegengeblieben, heute wieder Matsch und erneuter Schnee. Großartig. Ich finde so einen langen Winter ganz schön deprimierend.

Ich merke zwar wie die Tage länger werden, aber der dunkle Himmel frustriert schon ganz schön. Es fällt mir unheimlich schwer mich aufzuraffen und meinen inneren Schweinehund zu bezwingen. Ich bin lustlos und schrecklich unmotiviert. Mein Gemüt ist so grau wie der Himmel. Ich will endlich schönes Wetter. Hoffentlich wird der derzeitige Zustand mit einem langen und warmen Sommer belohnt. Wenn nicht, wandere ich aus.

Eure
Amitaf

Vergessene Hobbys

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Was ihr auf dem Bild seht ist eine Seidenmalerei, die ich mit 14 Jahren angefertigt habe. Ich hab sie damals fotografiert und gestern in alten Fotoordnern wiedergefunden. Wo das Original ist weiß ich nicht mehr, wahrscheinlich irgendwo im Keller.

Ich merke langsam wie sehr mir meine Hobbys aus der Jugend fehlen. Ich habe damals vor allem viel gezeichnet, so viel, dass meine Mutter mir Papier und Bleistift verboten hatte. Wehe sie sah mich damit, dann gab es Ärger. Nur am Wochenende durfte ich Block und Stift in die Hand nehmen und machen was das Herz begehrt. Damals fand ich das ganz schrecklich und hab heimlich gezeichnet, wenn Mama gerad nicht zu Hause war, Mehr von diesem Beitrag lesen

Gefährlicher Alkoholkonsum

Ich sehe mir gerade auf RTL die Sendung „Die Alkoholbeichte! Jenny Elvers – Die ungeschminkte Wahrheit“ an. Das erste was mir dazu einfiel war „die bekommt bestimmt viel Geld dafür“. Jetzt sehe ich mir die Frau an, die da sitzt und über ihre Vergangenheit spricht. Sie wirkt schwach und ausgelaugt, ein weiteres Wort, das mir zu ihr einfällt, wenn ich sie mir ansehe, ist „verbraucht“.

Jennys Mann tut mir leid, er sieht sehr mitgenommen aus. Auch aus der gemeinsamen Vergangenheit sieht man, dass ihr Mann sie sehr lieben muss. Ich selbst weiß nicht was ich von dieser Selbstdarstellung in den Medien halten soll. Ich finde es einfach nur peinlich. Auf der anderen Seite frage ich mich ob es nicht gleichzeitig eine gute Aufklärung für Menschen ist, die vielleicht in die Richtung tendieren den gleichen Weg einzuschlagen. Für Jugendliche ist es vielleicht auch eine Abschreckung? Mehr von diesem Beitrag lesen