„Der Alltag ist grau, das Leben ist bunt!“

Diese Zeilen las ich, als ich heute Morgen die Postkarte aus einem Brief herausnahm, den meine Freundin Safiye mir geschickt hatte. Eine süße Postkarte, vollgeschrieben mit ein paar Zeilen, verschickt um mich glücklich zu machen und mir zu sagen, dass ich geliebt werde. In diesem Augenblick wird mir wieder bewusst, wie sehr ich meine Freunde liebe. Ich sehe mir noch ein Mal die Postkarte an und denke mir, dass ohne meine Freunde mein Leben grau, kaum lebenswert und trostlos wäre. Mehr von diesem Beitrag lesen

Selbst schuld!

 

Weißt du, was das schlimmste ist, wenn du dich in eine Person verlieben willst, die nichts für dich ist? Du tust es. In der Hoffnung diese Person ändern zu können, sie in einen anderen Menschen verwandeln zu können.

Frauen sind bedauerlicherweise sehr anfällig für solche Phänomene. Sie glauben, wenn sie ihn dazu bringen sich in sie zu verlieben, dann wird er sich ändern, seine Meinung, seine Prinzipien, sein Leben und vor allem sich.

Es müsste von klein auf einen verlieb-dich-nicht-in-Arschlöcher-Kurs für Mädchen geben, bei dem ihnen die Fehler der vorangegangenen Generation eingetrübt werden. Wie kann man nur selbst Fehler begehen, von denen man weiß das es Fehler sind?

Völliges Unverständnis macht sich breit, wenn mir eine Frau davon erzählt wie toll ihre gemeinsame Zeit war und wie schön und was für schöne Sachen er ihr gesagt habe und er kann doch nicht jetzt wirklich Schluss machen und so weiter und so fort. Das Kleingedruckte wird natürlich erst am Schluss erwähnt, der gute Herr hat zu Beginn seinen Standpunkt klar gemacht und wenn sich die Frau darauf einlässt, dann selbst Schuld. Was sie natürlich mit Freude machen wird, denn sie kann ihn ja bestimmt noch ändern und er  wird bestimmt mit Vergnügen mitmachen.

Schade um die verlorene Zeit und Müh, die man in so eine „Beziehung“ investiert. Am Ende kommt doch immer dasselbe Ergebnis. Sie trauert Ewigkeiten und er macht sich ein schönes Leben.

Selbst schuld!

Eure
Amitaf

Liebe und Leid gehen Hand in Hand.

Häufig begegne ich Partnerschaften, die auf Binationalitäten beruhen. Meist ist es nicht nur die Nationalität, welche das Paar unterscheidet, sondern auch die Religion. Vor allem strenggläubige oder streng kulturell geprägte Familien heißen solche Beziehungen nicht willkommen.

Erst letztens traf ich eine Bekannte wieder (nennen wir sie Julia) und einfach so kamen wir auf ihren Freund zu sprechen. Julia ist Deutsche und ungläubig (so betitelt sie sich selbst) ihr Freund kommt aus einem anderen Land, einer anderen Kultur und besitzt eine (andere) Religion. Sie erzählte wie gut sie und ihr Freund zusammenpassen und wie schön das Leben mit ihm wäre. Die Familie verstehe sie allerdings nicht. Sie kennt nach über 3 Jahren kein Familienmitglied noch legen diese Wert darauf sie je kennenzulernen. Sie wirkt niedergeschlagen, während sie ihre Geschichte erzählt. Sie steht auf und läuft hin und her, macht hektische Gestiken und ist den Tränen nahe. Ihr Freund, erzählt sie, wird ebenfalls stark belastet von der großen Kluft zwischen Familie und Freundin. Sie gehen gemeinsam zu Beratungen und versuchen seit Jahren eine Entscheidung zu treffen, arbeiten darauf hin, doch es kostet Zeit, Nerven und vor allem Herz. Man kann ihr die Last aus den Augen ablesen. Dieser Situation noch lange stand halten kann sie nicht, aber ihren Freund zu einer Entscheidung zwingen kommt auch nicht in Frage. Am Ende wird schließlich er derjenige sein, der entweder seine Familie oder seine zukünftige Frau verliert.

Leider finde ich keine Worte des Trostes für sie. Ihren Kummer kann ihr niemand nehmen, noch gibt es einen positiven Ausgang für ihre Situation, dessen ist sich bewusst. Denn egal wie sich ihr Freund entscheidet, am Ende werden die ihm geliebten Menschen leiden.

Menschen, die man besser meidet.

Es gibt Menschen, denen könnte man Milliarden (in Geldwert, sei es jetzt Euro oder Dollar) schenken, ihnen ihre sehnlichsten Wünsche erfüllen, ihr Umfeld in das Paradies auf Erden verwandeln und trotzdem wären sie unzufrieden. Ich verstehe solche Menschen einfach nicht. Gott hat ihnen alle Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung gegeben, alle Möglichkeiten auf Bildung und das wichtigste: die Freiheit ihr Leben so zu gestalten wie sie es sich vorstellen. Warum also nutzen Sie diese Chancen nicht? Oder ist der derzeitige Zustand das maximale, was sie herausholen konnten?

 
Sie geben einem das Gefühl, dass ihre gesamte Existenz nur zu einem bestimmt ist: Das Leben anderer Menschen so schwer und unangenehm wie möglich zu gestalten.

 
Es gibt einige, die ich gerne frei heraus fragen würde „Was ist los mit dir/ihnen?! Warum bist du so/ sind Sie so?!“ Dies ist natürlich nicht möglich, wobei ich mir gut vorstellen könnte, dass sie regelrecht in Rage geraten und nicht nachvollziehen würden warum man ihnen diese Frage überhaupt stellt.
Es ist doch wohl nicht zu viel verlangt, wenn man ein FREUNDLICHES (oder zumindest kann man so tun als ob, ohne dabei eine Grimasse zu verziehen oder so zu tun, als ob man jeden Moment tot umfallen würde, nur weil man mal freundlich war) „hallo“ oder „guten Tag“ seinen Mitmenschen gegenüber äußert, aber selbst das scheint alle sozialen Kompetenzen einiger stark zu überfordern.

 
Dann gibt es wieder Tage, die man ca. ein Mal im Jahr, miterlebt, wenn genau solche Personen einfach nur freundlich oder nett waren und es für ein zwei Minuten gelang eine kurze Konversation zu führen. Danach frage ich mich tagelang was wohl geschehen sein mag, dass es so einen Wesensumschwung gab und denke mir, dass sie noch einige dieser Ereignisse sehr gut gebrauchen könnten.