Freude

Ich kann meine Freude nicht mit jedem teilen. Es gibt gibt vielleicht ein halbes Dutzend Menschen, von denen ich weiß, dass sie sich ehrlich und aufrichtig freuen, wenn ich Erfolg habe oder mich über irgendetwas riesig freue. Dann erzähle ich es diesen Menschen, denn ich weiß sie freuen sich mit mir und dadurch wird meine eigene Freude noch ein Mal gesteigert.  Genau diese Menschen sind es, die mir ebenfalls Freude schenken, wenn ihnen etwas schönes widerfährt und sie mir begeistert davon erzählen. Für sie kann ich mich ehrlichen Herzens freuen, als wäre das gleiche Glück mir widerfahren. Ich sage dann zwar oft, dass ich neidisch bin, aber ich wünsche ihnen, dass sie noch mehr erreichen und das wissen sie auch. Und wenn sie mir im Detail von ihren Erlebnissen und Eindrücken berichten, dann ist es so, als wäre ich dabei gewesen, bei diesem besonderen Moment.

Anderen erzähle ich nichts über meine persönlichen Gefühle oder Erlebnisse, ganz gleich ob gut oder schlecht, da es für mich in meinen Privatsphärebereich fällt und Fremde nichts angeht.

Dann gibt es wieder Menschen, die mir von ihrer Freude erzählen und obwohl es mich wirklich für sie freut, ist es mir doch gleich. Ich finde es super, dass sie ihren Weg gehen und Ziele erreichen und glücklich sind. Ich würde sie auch als meine „Freunde“ bezeichnen, aber wenn ich ehrlich bin verbindet mich mit diesen Menschen so gut wie nichts, außer einer gemeinsamen, meist kurzen, Vergangenheit. Als wir noch Freunde waren und unsere Sorgen und Meinungen geteilt haben, bis einer von uns einen anderen Weg eingeschlagen und sich für andere Menschen (in seiner Gesellschaft) entschieden hat. Ich mag diese Menschen immer noch, was nichts an der Tatsache ändert, dass sie mir gleich sind. Wenn sie Kummer haben, dann tut es mir Leid und ich finde es schade, aber ich fühle nicht mit ihnen. Es ist, wie es ist. Daran kann man nichts ändern. Aber wenn meine Freunde Kummer haben, dann tut es mir in der Seele weh und ich würde ihnen gerne helfen.

Manche empfinden mich vielleicht als kalt. Vielleicht haben sie auch Recht. Ich weiß nur, dass ich sorgfältig auswähle, für wen ich meine Gefühle und Nerven hergebe, so einfach ist das.

Eure
Amitaf

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Worte auf meiner Stirn – Nafisa Haji

Letztens suchte ich nach ’nem Geschenk, ein Buch. Ich weiß, klingt langweilig, ist es für die meisten wahrscheinlich auch. Aber ich verschenke wirklich extrem selten Bücher, ich kann an einer Hand abzählen, wie viele ich schon verschenkt habe. Beim rumstöbern auf der Hugendubel-Homepage sah ich mich ein bisschen bei den Schnäppchen um und entdeckte das Buch „Worte auf meiner Stirn“ von Nafisa Haji. Da es einen unschlagbaren Preis hatte wurde es gleich mitbestellt. Lange hielt ich mich von dem Buch fern. Verstaute es in meinem Bücherregal ganz tief hinter allen anderen Büchern, aber jedes Mal, wenn ich mein Zimmer betrat sah ich das Buch an und zwang mich mich wegzudrehen. Ich musste schließlich viele andere Texte viel dringender lesen. Aber ich wurde von dem Buch angezogen wie ein Magnet.

NafisaHaji_Worte_auf_meiner_StirnAm Sonntag schnappte ich mir dann das Buch schließlich und fing an zu lesen. Konnte es, wie schon geahnt, nicht mehr aus der Hand legen. Ein unglaublich spannendes Buch über ein pakistanisch-indisches Mädchen, das in Los Angeles geboren ist und dort aufwuchs. Saira wird mit den Werten ihrer pakistanisch-indischen Eltern großgezogen. Während ihre ältere Schwester sich an alle kulturellen Gepflogenheiten und Rituale hält beginnt Saira als junge Erwachsene ihr Leben in komplett andere Bahnen zu lenken. Während sie am Anfang schockiert ist von den anderen indischen Mädchen, die im Teenageralter kaum was von ihrer Kultur zu wissen scheinen und diese erst Recht nicht ausleben wollen, kehrt sie ihren Prinzipien und Werten, in ihren Studienjahren, den Rücken.

Ein Mädchen, wie jedes Migrantenkind, das hin und her gerissen ist von zwei Kulturen, die es vereinen und mit denen es leben muss. Ein Buch das zeigt, dass nicht alle Menschen über einen Kamm geschert werden dürfen. Ein Buch das zeigt wie es vielen Muslimen zu dem Zeitpunkt 9/11 ging und womit diese Menschen leben mussten und müssen. Das Buch zeigt, welche Folgen 9/11 für die Muslime in Amerika hatte und welche Schicksalsschläge unschuldige Familien ereilten.

Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen. Ich habe es, wie oben erwähnt, bei Hugendubel für nur 1!!! € erhalten. Hier der Link zum Buch: „Worte auf meiner Stirn“ – Nafisa Haji. Der Versand ist kostenlos.

Eure
Amitaf

Muslims on the Web

Eben sah ich dieses Video von Kübra Gümüşay auf Youtube. Es ist ein guter Vortrag, der vielleicht dem einen oder anderen die Augen öffnet und/oder eine andere Sichtweise aufzeigt. Sie berichtet über ihre Erfahrungen als Muslima im Web und mit den Social Medias. Viel Spaß beim Schauen.

Eure
Amitaf

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Ich habe letztens mit meiner Freundin über das Knüpfen von Kontakten und unseren Freundeskreis geredet, dann kam das Gespräch auf Männer und lief schließlich irgendwie auf unsere Charaktere hinaus. Sie meinte ich würde es leicht haben mit dem Kontakte knüpfen, da ich eh so viele Leute kenne. Was man anmerken muss, ich wohne auch nicht auf dem Dorfe. Einige meiner heutigen Freunde kenne ich schon seit ich in Deutschland bin und ich hoffe dass ich mit ihnen bis zu meinem Lebensende befreundet sein werde.

So, um nicht abzuschweifen. Ich war schockiert, wie ich von ihr wahrgenommen werde. Wäre ich gefragt worden, dann hätte ich mich selbst so nie beschrieben. Versteht mich nicht falsch, für meine Seele waren ihre Worte reinster Balsam, das ging runter wie Öl.

Ich möchte gerne einen Teil unseres Gesprächs mit euch teilen.

Sie: Kp. Sind wir schlechter/ optisch als der Durchschnitt?

Ich: Weiß ned… Aber du bist perfekt so wie du bist.

Sie: Laber doch nicht.

Ich: Keine Ahnung.

Sie: Ich versuche gerade ehrlich zu reden.

Ich: Ich hab ja eh ein schlechtes Selbstbewusstsein.

Sie: Ich meine alle Menschen sind perfekt.

Ich: Das einzig Gute an mir ist mein Hirn.

Sie: So wie sie sind.

Ich: Den Rest… Naja…

Sie: Aber ich rede hier von Anziehungskraft etc. Männer mögen dich. (Also da war ich geschockt.)

Ich: Du hast doch voll die Anziehungskraft du dumme. Ich rede auch ehrlich und seriös.

Sie: Ich weiß aber nicht genau was dich so anziehend macht. Aber meine Vermutungen sind.

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SexyBack-Monday

Während meine Freundin und ich noch zusammenarbeiteten wurde von ihr der SexyBack-Monday eingeführt. Angefangen hat alles mit Jake Gyllenhaal. Sie fragte mich ob ich ihn kenne, da sie eine Sendung auf DMAX mit ihm gesehen habe. Nö, sagte mir nix der Name. Als ich ein Foto sah ging mir ein Licht auf, na klar kannte ich das sexy Schnittchen. Seit dem schicken wir uns Montags einen SexyBack zu, sprich ein Foto von einem Typen den wir sexy oder gutaussehend finden. Unsere Meinungen gehen teilweise stark auseinander. So auch heute. Sie schickte mir Fotos von Daniel Sharman. Argumentation: Body und Gesichtszüge sind toll. Hm, aha… Naja… Neeeeeee, nicht mein Fall.

Was sagt ihr?

Eure
Amitaf