Reise nach Dubai

dubaiAls Geschenk für meinen Uniabschluss bekam ich eine Reise. Ich durfte mir aussuchen wohin ich gern reisen wolle. Also entschied ich mich für Dubai. Und ich kann sagen meine Wahl nicht zu bereuen. Ich bin mittlerweile seit einigen Tagen wieder da und möchte nun mit euch das Erlebte und ein paar grundlegende Infos über Dubai teilen.

Dubai ist eine Welt für sich. Es ist unglaublich, wie sehr es sich von unserer Welt (und damit meine ich Deutschland) unterscheidet. In Dubai ist alles übertrieben. Egal um was es sich handelt in Dubai ist es monströs und pompös. Das fängt schon bei den Malls (Einkaufszentren) an. Ich habe nur eine kleine Mall gesehen, diese war allerdings nicht für Touristen gedacht. Alle anderen waren gigantisch. Wer die Ernst-August-Gallerie in Hannover kennt, dem kann ich sagen, ein Dubaier (diese Bezeichnung ist laut Spiegel Online korrekt!) würde uns auslachen, wenn wir ihm diese als eine Shopping-Mall präsentieren würden.

Was mir an Dubai nicht so gut gefallen hat sind die vielen Baustellen. Ganz gleich wohin das Auge blickt; Baustelle. Es wird gebaut und gebaut und scheint kein Ende zu nehmen. Es gab einige Bewohner Dubais, die behaupteten, dass Dubai, sobald es fertiggestellt würde, nicht mehr zu bezahlen sein wird. Die Baustellen sollen wohl in 5 Jahren verschwunden sein. Dubai strebt an, das meist besuchte Touristenziel der Welt zu werden (hat uns ein waschechter Araber erzählt).

Das mit den Arabern ist auch so eine Sache. In Dubai sind kaum Araber zu treffen und wenn, dann sind sie sehr sehr wohlhabend. Mir hat ein Türke, der in Dubai arbeitet, erzählt, dass nur ca. 100.000 Araber in Dubai wohnen würden. Also nur eine starke Minderheit ausmachen. Die meist gesprochenen Sprachen sind Urdu und Hindi. Kaum ein Mensch dort kann arabisch, was mich sehr verblüfft hat. Ich bin wie eine waschechte Touristin durch die Gegend gelaufen und habe ein paar arabische Wörter fallen lassen um verwunderte Blicke zu ernten. Bis die Leute meinten, sie können gar kein arabisch. Also hab ich es mit dem Arabisch ganz schnell wieder sein lassen. Um euch in Dubai zurechtzufinden braucht ihr nichts weiter als Englisch. Damit kommt ihr überall hin.

Eure
Amitaf

In der Israelischen Botschaft – Berlin

botschaftLetztens war ich mit meinen Freundinnen in Berlin. Eine von ihnen brauchte ein Visum für Israel, ein Tagesvisum, da sie dort für ein paar Stunden mit einem Kreuzfahrtschiff anlegen werden. So weit, so gut. Pünktlich angekommen merkten wir, dass sich die ganze Sache für uns ziemlich hinziehen könnte. Vor der Botschaft gibt es ein kleines Glashaus, in das 7-10 Menschen passen, wenn alle stehen. Ein Gebäude, das ein kleiner Raum ist, mit einer schweren Tür, Kamera und Tonaufnahme davor, war an den Glaskasten angeschlossen. Dahinter drei riesige Gebäude, die Botschaft. Es wird am Eingang ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man mit einem iPad, Laptop oder anderen Geräten nicht in die Botschaft gelassen wird. Und es durfte jeweils nur eine Person rein, wenn zwei zusammengehörten, dann diese auch. Erst wenn diejenigen fertig waren, durfte der/die Nächste rein.

Wir waren mehr als zwei Personen und wurden natürlich nicht rein gelassen. Nur meine Freundin sollte rein, da sie aber nicht so gut Englisch spricht und die Israelis kein Wort Deutsch verstanden, erwies sich das als schwierig. Schließlich wurde sie per Gegensprechanlage über alles ausgefragt, nachdem uns zugesagt wurde, dass ein Deutsch sprechender Mitarbeiter gefunden werden wird. Der Mitarbeiter verstand nicht ein Wort von dem, was sie sagte. Alleine bei Kreuzfahrt fragte er mehrere Male nach und schwieg anschließend um „ahm… ok“ zu antworten. Danach hieß es wieder warten, um anschließend wieder per Gegensprechanlage von jemandem ausgefragt zu werden, der angeblich Deutsch sprach. Der Typ am anderen Ende verstand natürlich wieder mal kein einziges Wort. OK, wieder warten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Selbst- und Fremdwahrnehmung

Ich habe letztens mit meiner Freundin über das Knüpfen von Kontakten und unseren Freundeskreis geredet, dann kam das Gespräch auf Männer und lief schließlich irgendwie auf unsere Charaktere hinaus. Sie meinte ich würde es leicht haben mit dem Kontakte knüpfen, da ich eh so viele Leute kenne. Was man anmerken muss, ich wohne auch nicht auf dem Dorfe. Einige meiner heutigen Freunde kenne ich schon seit ich in Deutschland bin und ich hoffe dass ich mit ihnen bis zu meinem Lebensende befreundet sein werde.

So, um nicht abzuschweifen. Ich war schockiert, wie ich von ihr wahrgenommen werde. Wäre ich gefragt worden, dann hätte ich mich selbst so nie beschrieben. Versteht mich nicht falsch, für meine Seele waren ihre Worte reinster Balsam, das ging runter wie Öl.

Ich möchte gerne einen Teil unseres Gesprächs mit euch teilen.

Sie: Kp. Sind wir schlechter/ optisch als der Durchschnitt?

Ich: Weiß ned… Aber du bist perfekt so wie du bist.

Sie: Laber doch nicht.

Ich: Keine Ahnung.

Sie: Ich versuche gerade ehrlich zu reden.

Ich: Ich hab ja eh ein schlechtes Selbstbewusstsein.

Sie: Ich meine alle Menschen sind perfekt.

Ich: Das einzig Gute an mir ist mein Hirn.

Sie: So wie sie sind.

Ich: Den Rest… Naja…

Sie: Aber ich rede hier von Anziehungskraft etc. Männer mögen dich. (Also da war ich geschockt.)

Ich: Du hast doch voll die Anziehungskraft du dumme. Ich rede auch ehrlich und seriös.

Sie: Ich weiß aber nicht genau was dich so anziehend macht. Aber meine Vermutungen sind.

Mehr von diesem Beitrag lesen

In der Bank

Vor ein paar Wochen verschluckte der Bankautomat meine Bankkarte. Natürlich hatte die Bank gerade Mittagspause und öffnete erst in einer Stunde. Ich also später wieder zur Bank um nachzufragen was da schief gelaufen ist. Die nette Empfangsdame erklärte mir, dass so etwas in letzter Zeit öfter vorkam und wahrscheinlich ein Staubkorn Schuld daran sei. Aha, ok. Leuchtet mir nicht ein, aber gut. Wenn man die Ursache eines Fehlers kennt, dann sollte man diese auch bereinigen, vor allem in einer Bank.

Ich wurde um meinen Personalausweis gebeten, damit die Dame (ungefähr mein Alter) nachsehen könne, ob Geld von der Karte abgebucht wurde. Als sie meinen Namen sah guckte sie ganz verwundert und meinte, ich solle meine Daten nennen, wann geboren, wo und meine Wohnanschrift. (Auch nicht einleuchtend, ich hatte ihr den Perso doch eben in die Hand gedrückt. Aber gut.) Ich also alles aufgezählt. Ganz erstaunt meinte sie, ich sehe ja gar nicht aus wie eine Amitaf und wie toll es ist, dass ich doch Deutsch spreche. Im ersten Moment sah ich sie entgeistert an Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Alltag beginnt

2. Tag in Samsun. Den ersten Kurs gehabt, Studentinnen kennengelernt. Eine von ihnen hat uns gleich zu sich nach Hause eingeladen zum Essen. Haben in der Kantine gegessen, man musste sich selbst bedienen. Das Essen war super billig 1,60 TL (umgerechnet ca. 80 Cent) und mega lecker.

Der Türkischlehrer war mal im Sandžak und verglich die Türkische Sprache im Unterricht ständig mit der Serbischen (aber ok er kennt nur das). Manche hier haben echt gar keine Türkischkenntnisse. Ich bin so froh, dass ich wenigstens ab und zu was verstehe. Die 1,5 Jahre Türkischsprachkurs haben sich gelohnt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Bye Bye Smartphone

Tja, zu früh gefreut. Warum muss immer mir so etwas passieren? Kaum „prahle“ ich mit irgendetwas, ist es nach ein paar Tagen weg. Das war schon immer so. Kaum freue ich mich auf etwas und erzähle jedem davon, geht irgendwas schief. So auch mit (nicht) meinem Google-Phone. Da wundere ich mich schon, warum dies noch immer nicht eingetroffen ist und erhalte heute eine E-Mail meine Bestellung sei an meine Adresse nicht lieferbar. Bestellstornierung. Hä? Wie soll das bitte gehen? Meine Schwester meinte schon von Anfang an, die kriegen das eh nicht hin das zu liefern, da wir bei Bestellungen schon mal den Fall hatten, dass sie irgendwo in Berlin gelandet sind. Ist ja nur 300 km vom eigentlichen Zusteller Empfänger entfernt. Mehr von diesem Beitrag lesen

1. Tag in Samsun

samsun

Ich habe vor ein paar Jahren ein Auslandssemester gemacht, ich ging damals in die Türkei und habe einiges dort erlebt. Ein paar Eindrücke, die ich noch habe, da ich damals mehr oder weniger fleißig Mails an meine Schwester geschrieben habe, möchte ich hier mit euch teilen. Nun zu meinem 1. Tag in Samsun (Stadt an der Schwarzmeerküste der Türkei).

Alsoooo, mein erster Tag in Samsun war so. Wir (Ayla & ich) kamen am Flughafen an und warteten dort erst mal auf unsere Koffer. Einige der Passagiere hatten ihre Koffer schon als man uns sagte wir müssten in die andere Halle rüber. OK, wir also in die andere Halle, dort auch nur ein paar Koffer gewesen. Wir gucken den Typen, der dort arbeitet, an und er so „ja, das sind alle“. Ich dachte  „naaaaaaaa toll“ war so klar das mir das passiert, da ich ja auch noch am Abend zuvor Witze darüber gerissen hab, dass ich mich totlachen würde, wenn meine Koffer weg sind. Tja, fordere niemals das Schicksal heraus, es rächt sich. Mehr von diesem Beitrag lesen