Dickköpfigkeit

Bei Dickköpfigen Menschen muss ich mich ja jedes Mal wirklich zusammenreißen. Aber spätestens nachdem ich irgendetwas zum x-ten Mal erklärt habe reist mir der Faden. Das Gespräch wird entweder beendet oder ein Streit bricht aus. Ausgerechnet einer meiner Lieblingsmenschen (LM) ist so ein Dickkopf. Ganz schrecklich. Richtig furchtbar. Jedes Mal eine Geduldsprobe für meine Nerven.

Kaum kommen wir auf ein Thema zu sprechen, dass LM persönlich auch betrifft geht’s los. Die Frage nach dem „warum“ etwas ist wie es ist oder „wieso“ wird gar nicht erst diskutiert. Fakt ist Fakt und auch nur das Endergebnis wird beachtet. Grauabstufungen? Fehl am Platz. Es gibt schließlich nur weiß und schwarz. Und da kann man dann auch nichts mehr daran ändern. Ich habe mich schon manches mal zu Tode gesabbelt, um LM andere Sichtweisen aufzuzeigen. Vergebens. Wie ein Pferd mit Scheuklappen sieht mancher nur seine Vorstellung von bestimmten Sachen und alles was nicht so ist, hat so zu sein oder wird eliminiert.

Ich frage mich wie ein Mensch nur so stur sein kann. Ich selbst gehöre auch zu einer sehr dickköpfigen Spezies, habe allerdings (unter anderem durch diesen Lieblingsmenschen) mit der Zeit gelernt, dass es im Leben nicht immer das eine oder das andere gibt. Ich habe in LM manchmal mich gesehen und eingesehen, dass man nicht alles klar abtrennen kann. Manche Sachen sind halt wie sie sind und manche Menschen muss man so nehmen wie sie sind und diese auch so akzeptieren, mit allem drum und dran.

Eure
Amitaf

Werbeanzeigen

Ein sehr interessanter Artikel über den Film „Paradajz“. Ein sehr guter Blog, den ich allen empfehlen kann, die sich für den Balkan, das Leben dort und das Leben in der Diaspora interessieren.
Absolut lesenswert!

Balkanblogger

Saudin Becirevic ist 18 Jahre alt, als der Krieg in Bosnien und Herzegowina ausbricht. Von einem Tag auf den anderen existiert der normale Alltag nicht mehr: er kann nicht in die Schule gehen, seine Freunde verlassen die Stadt. Er bleibt alleine zurück und zieht in den Krieg – einen skrupellosen Krieg.

Um alles zu verarbeiten, beginnt er, Tagebücher zu schreiben. Er schreibt über Gefühle und über die Farce, die ein Krieg mit sich bringt: man versucht nur zu überleben, das Leben selbst ist nichts mehr wert. Was zählt, sind Freunde, die er in der schweren Zeit kennen lernt, und mit denen er alles erlebt und teilt. Und er schreibt über den Mann, der ihm zum Geburtstag die einzige reife Tomate schenkt. Die Tomate bedeutet Saudin alles. Ein Objekt, das in unserem Leben von kleiner oder gar keiner Bedeutung ist, ein Symbol, das die zukünftige Denkweise und somit auch die Lebenseinstellung…

Ursprünglichen Post anzeigen 358 weitere Wörter