Vergessene Hobbys

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Was ihr auf dem Bild seht ist eine Seidenmalerei, die ich mit 14 Jahren angefertigt habe. Ich hab sie damals fotografiert und gestern in alten Fotoordnern wiedergefunden. Wo das Original ist weiß ich nicht mehr, wahrscheinlich irgendwo im Keller.

Ich merke langsam wie sehr mir meine Hobbys aus der Jugend fehlen. Ich habe damals vor allem viel gezeichnet, so viel, dass meine Mutter mir Papier und Bleistift verboten hatte. Wehe sie sah mich damit, dann gab es Ärger. Nur am Wochenende durfte ich Block und Stift in die Hand nehmen und machen was das Herz begehrt. Damals fand ich das ganz schrecklich und hab heimlich gezeichnet, wenn Mama gerad nicht zu Hause war, sobald ich sie kommen hörte wurde alles schnell hinter der Couch versteckt. Ich kann sie heute verstehen, sie hatte große Angst davor, dass ich mich zu sehr der „Kunst“ widme. Ich muss dazu sagen, dass ich strukturiertes Zeichnen (mit allen Regeln, die dazu gehören) nie richtig gelernt hab, ich habe einfach drauf los gezeichnet, wie ich es für gut empfand. Unsere Lehrer in der Schule haben nie wirklich viel Sinnvolles mit in uns in Kunst gemacht, also zeichnete und malte ich nach Gefühl.

Mein zweites Hobby war das Tanzen. Ich liebte es zu tanzen. Ich fing in der Grundschule an und hörte erst im Teenageralter damit auf. Unsere Tanzgruppe löste sich damals auf und so nahm es sein Ende. Ich vermisse es sehr und würde ich die Zeit dazu haben, dann würde ich wieder damit anfangen, lateinamerikanische Tänze finde ich sehr spannend. Bei Paartänzen hab ich die Erfahrung gemacht, das ich mich schwer in die Frauenrolle füge. Ich neige stark dazu die Führung zu übernehmen und nicht viele Männer (oder besser gesagt  Jungs) konnten sich da durchsetzen. Frau wusste eben was sie will, schon damals.

Mit dem Erwachsen werden kommt immer mehr Verantwortung, die man übernehmen muss, und viele Prioritäten, die man setzen muss. Ich finde das sehr schade, da dadurch einige Hobbys verloren gehen. Man verlernt doch einiges mit der Zeit. Also, so viele Hobbys wie möglich bewahren, wenn das Herz wirklich daran hängt, sonst könnte man es eines Tages bereuen.

Eure
Amitaf

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Über amitaf86
Studentin.

8 Responses to Vergessene Hobbys

  1. Ann says:

    Viele Menschen verlieren nicht nur ihre Hobbys, sondern „zugunsten“ ihres Jobs und möglicherweise auch ihrer Partner ihr ganzes Leben. Das ist noch viel trauriger….

    • amitaf86 says:

      Da hast du leider Recht Ann. Aber genauso erschreckend finde ich die andere Seite der Medaille. Mittlerweile gibt es so viele (bspw.) Spielsüchtige, die wegen ihrem Hobby ebenfalls ihr soziales Umfeld verlieren.
      Es sollte alles in Maßen gehalten werden.

      LG
      Amitaf

      • Ann says:

        Eine Sucht ist doch kein Hobby?!

        • amitaf86 says:

          Nein, ist es natürlich nicht. Da hast du Recht. Ich meinte es eher so, dass es Fälle gibt, bei denen ein Hobby zur Sucht geworden ist. Ich kenne Menschen, deren Hobby waren PC-Spiele, das nahm irgendwann außergewöhnliche Ausmaße an und ging schließlich soweit, dass sie quasi nur noch für das Spielen gelebt haben. Und davon gibts heutzutage einige.

  2. pseudonymphe says:

    Ich finde es sehr traurig, dass deine Mutter dir damals das Zeichnen verbot bzw. einschränkte. Es gibt doch nichts erfrischenderes und fantasieanregenderes als etwas zu zeichnen, zu malen oder sich sonstwie auszudrücken.
    Auch als Erwachsener, auch wenn man einem Beruf nachgeht, Verantwortung übernehmen muss und so weiter, sollte man nicht auf die Dinge, die man leidenschaftlich ausübt, verzichten. Ein wenig Zeit zum Zeichnen findet sich bestimmt immer.

    • amitaf86 says:

      Danke für die lieben Worte Pseudonymphe. Recht hast du! 🙂 Ich finds auch sehr schade, vor allem da es sogar in Vergessenheit gerät (so doof das auch klingen mag). Aber wenn man best. Sachen nicht regelmäßig macht, dann vergisst man sie irgendwann. Ich zweifle daran, dass ich jetzt noch so gut mit Bleistift zeichnen könnte wie es ein mal der Fal war, aber ich werds demnächst mal wieder versuchen. 🙂

      LG
      Amitaf

  3. Achim Levi Survival Experte says:

    ich kann mir vorstellen das dieses Hobby sehr anspruchsvoll sein muss. Aber was du im bild zeigst sieht recht gut aus.

    • amitaf86 says:

      Dankeschön. 🙂 Ich war damals auch sehr stolz auf mich. 😀 Alle hatten Madala Motive abgepaust, nur ich hatte ein eigenes, was ich total klasse fand.
      „Anspruchsvoll“ ist subjektiv, ich denke es kommt immer darauf an was für Erwartungen man an sich selbst hat. 🙂

      Auch an dich LG.
      Amitaf

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