Ein Tag, der die Welt veränderte.

Ein Verbrechen, das die Welt heute immer noch bewegt, ein Massenmord „im Namen des Islam“. Zehn Jahre nach 9/11 ist das Thema Terror immer noch aktuell. In den Zeitungen, im Fernsehen, im Radio und überall auf den Straßen liest, hört und sieht man nur noch ein Wort „Terror“ und daneben die von den Medien erfundenen Begriffe wie „Islamist“ und „Dschihadist“.

Für viele Muslime veränderte dieser Tag ihr Leben. Islam war für die westliche Welt zu einem Synonym für Terrorismus geworden. Bis heute werden die Medien nicht müde den Begriff Islam stellvertretend für die Islamistischen Fundamentalisten zu gebrauchen und ein Großteil der westlichen Bevölkerung glaubt alles, was er in den Medien sieht und hört.

Mich verblüfft immer wieder die Unwissenheit der Menschen. Wie können Sie jahrelang Tür an Tür mit einer Religion leben ohne sich jemals wirklich für diese interessiert zu haben? Wie können aus den Nachbarn plötzlich Terroristen geworden sein, wo man sich doch gestern noch so nett mit ihnen unterhalten hat? Wie können sich Menschen für so dumm verkaufen lassen und blind alles glauben was ihnen die Medien vermitteln?

Erst letztens hatte ich wieder eine Begegnung mit der Unwissenheit. Ich traf nach langer Zeit eine Bekannte zufällig wieder und sie fragte mich ob mein Name Soundso sei, ob sie sich den richtig gemerkt hätte. Ich bejahte und sah ihr an, dass sie noch etwas sagen wollte, aber nicht richtig wusste wie. Irgendwann fragte sie schließlich ob ich Moslem sei, als ich wieder bejahte guckte sie mich mit großen Augen an und meinte verblüfft „ECHT?????!!!“. Danach kam die Frage ob ich Türkin sei, als ich verneinte meinte sie „ja, du siehst ja auch gar nicht so aus, woher kommst du, weil dein Name ist ja schon so…“. Ich erklärte, ich sei aus Bosnien und vor kurzem wieder dort gewesen, prompt schlug mir eine Ladung Unwissenheit gepaart mit Vorurteilen entgegen: „WAS?! Aber da werden sie doch alle unterdrückt!!!“ Ich sah in ihren Augen, dass sie mich für verrückt hielt, wie konnte ich nur in ein Land reisen, wo es den Islam gab, wo Menschen gequält wurden! Mir blieb nichts anderes übrig als zu grinsen (das Lachen verkniff ich mir mit Mühe). In den nächsten 20 min erklärte ich ihr unter anderem, dass die Frauen und die bosnische Bevölkerung im und durch den Islam NICHT unterdrückt werden. Verwundert und neugierig hörte sie zu und konnte kaum glauben, was sie da hörte…

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Über amitaf86
Studentin.

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